Busbahnhöfe – alphabetische Auflistung

 

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Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Die Hansestadt Anklam liegt im Osten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Anklam ist Mittelzentrum für die umliegende Region und war bis 2011 Kreisstadt. Mit der Kreisgebietsreform wurde Greifswald Kreisstadt im neu gebildeten Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Anklam ist u.a. bekannt aus Geburtsort des Flugpioniers Otto Lilienthal.

Bereits 1863 erhielt Anklam mit den Bau der Angermünde-Stralsunder Eisenbahn Bahnanschluss. Auch heute noch ist Anklam durch diese Strecke u.a. direkt mit Berlin und der Ostseeküste verbunden.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Anklam zudem in mehrere Schmalspurbahnnetze eingebunden. 1969 endete jedoch der Betrieb auf der letzten, verbliebenen Schmalspurbahn ab Anklam.

Anklam ist zudem zentraler Punkt des Busnetzes der Region. 22 Buslinien bedienen den ZOB, welcher sich leicht erhöht vor dem Empfangsgebäude des Bahnhofs befindet. Außerdem wird Anklam durch zwei Stadtlinien bedient. Beachtenswerte Linien sind u.a.:

 

·         201 Anklam – Usedom – Heringsdorf (Umstieg in Usedom erforderlich, ab dort Weiterfahrt mit der UBB [Busbetrieb der DB]),

·         202 Anklam – Wolgast,

·         207 Anklam – Jarmen,

·         210 Anklam – Greifswald.

 

Der ZOB verfügt u.a. über eine elektronische Abfahrtsanzeige. Ein Servicepunkt wurde vor einigen Jahren geschlossen, das Gebäude verfügt aber noch über eine öffentliche Toilette.

Mit einer Ausnahme werden alle Buslinien ab/nach Anklam von der Anklamer Verkehrsgesellschaft betrieben.

 

                    

 

 

Artern (Kyffhäuserkreis, Thüringen)

 

Artern liegt im Norden Thüringens. Bis 1990 gehörte der Kreis Artern mit der gleichnamigen Kreisstadt zum Bezirk Halle, wechselte jedoch mit der Ländergründung nach Thüringen. Mit der Kreisgebietsreform 1994 verlor Artern den Status als Kreisstadt.

Im Eisenbahnverkehr war Artern einst wichtiger Knotenpunkt. An der Hauptbahn Sangerhausen – Erfurt gelegen, zweigten in Artern Strecken nach Berga-Kelbra und Naumburg ab. Der Personenverkehr auf der Strecke nach Berga-Kelbra wurde bereits 1966 eingestellt, die Strecke nach Naumburg folgte 2006. Somit ist Artern nur noch von Sangerhausen bzw. Erfurt zu erreichen. Der Bahnhof Artern liegt am äußersten südwestlichen Ortsrand. Der Busbahnhof hingegen befindet sich im Bereich Sangerhäuser Straße/Reinsdorfer Straße südl. des Stadtzentrums  und ist vom Bahnhof etwa 2 km entfernt. Artern wird im regionalen Busverkehr nahezu ausschließlich von den Linien der Verkehrsgesellschaft Südharz bedient, welche das Umland Arterns erschließen. Besonders zu nennen ist die Linie 530, welche Artern über Bad Frankenhausen mit Sondershausen verbindet, ein relativ dichtes Angebot aufweist und auch am Wochenende verkehrt.

          

 

 

Aschersleben (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt)

 

Aschersleben liegt im westlichen Salzlandkreis, am Nordostrand des Harzes. Die Stadt wurde im Jahre 753 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit die älteste Stadt Sachsen-Anhalts. Aschersleben war bis 2007 Kreisstadt, verlor diesen Status jedoch an Bernburg als Kreisstadt des neu gebildeten Salzlandkreises.

Aschersleben liegt an der Eisenbahnstrecke Halle – Könnern – Aschersleben – Halberstadt (– Vienenburg). Außerdem enden in Aschersleben die Strecken von Magdeburg - Staßfurt über Güsten und von Dessau – Köthen – Bernburg über Güsten. Zudem war Aschersleben bis 1963 über eine Kleinbahn mit Schneidlingen – Nienhagen sowie bis 2003 über eine Nebenbahn mit Quedlinburg über Frohse verbunden.

Der Aschersleber Busbahnhof befindet sich unmittelbar am Bahnhof. Er wurde im Jahr 2000 umfassend erneuert. Aschersleben wird sowohl im regionalen Busverkehr, als auch im innerstädtischen Verkehr, durch die Buslinien der KVG Salzland bedient. Darüber hinaus führt auch je eine  Buslinie der Harzer Verkehrsbetriebe (318 – von Quedlinburg über Ballenstedt) und der Verkehrsgesellschaft Südharz (410 – von Lutherstadt Eisleben über Hettstedt) nach Aschersleben. Beide genannten Linien sind Bestandteil des sog. Landesnetzes Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit der Linie 140 (über Hoym nach Quedlinburg) der KVG Salzland treffen sich in Aschersleben somit drei dieser Linien.

 

 

 

Bamberg (kreisfreie Stadt, Bayern)

 

Bamberg ist eine Universitätsstadt in Oberfranken. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Bamberger Dom. Die Stadt, welche über eine große, erhaltene Altstadt verfügt, nennt sich auch fränkische Bierhauptstadt.

Bamberg ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises, welcher die Stadt vollständig umgibt.

Der Bahnhof Bamberg wird durch die ICE-Linie 28 Berlin – Nürnberg – München bedient. In Bamberg beginnen mehrere Linien des regionalen SPNV, so nach Schweinfurth, Ebern und Lichtenfels-Coburg/Jena. Außerdem ist Bamberg nördlicher Endpunkt des Nürnberger S-Bahn-Netzes.

Bamberg verfügt als Studentenstadt über ein sehr dichtes Netz an innerstädtischen Buslinien, welche auch die Orte der unmittelbaren Umgebung bedienen. Der weitere regionale Busverkehr ist von untergeordneter Bedeutung.

Während sich der Bamberger Bahnhof nordwestlich der Altstadt befindet, liegt der ZOB direkt in der Altstadt. Er ist vom Bahnhof etwa einen Kilometer entfernt.

In Bamberg verkehren 25 innerstädtische Buslinien (davon vier Nachtlinien), welche alle von den Stadtwerken Bamberg betrieben werden und, mit einer Ausnahme (Anruflinientaxi zum Hafen), alle den ZOB bedienen. Den Bahnhof bedienen sechs innerstädtische Buslinien.

Die 21 regionalen Buslinien werden von verschiedenen privaten Omnibusunternehmen und vom Omnibusverkehr Franken (DB-Gruppe) betrieben. Die Bedienung der Knotenpunkte durch den regionalen Busverkehr ist uneinheitlich. Etliche regionale Buslinien beginnen bzw. enden am Bahnhof und bedienen den ZOB nur stadtauswärts. Einige Linien bzw. Fahrten enden auch am ZOB, wieder Andere beginnen an der Haltestelle Deutsches Haus.

Am ZOB befindet sich ein Kundenzentrum der Stadtwerke Bamberg. Im unmittelbaren Bereich des ZOBs sind 10 Haltestellen (A-I und K) angeordnet, in den anliegenden Straßen (Prommenade, Franz-Ludwig-Straße) befinden sich jedoch weitere Haltestellen, die auch dem ZOB zugeordnet werden.

Auch am Bahnhof halten die Buslinien an unterschiedlichen Haltestellen (Ludwigstraße, Vorplatz, Post, Atrium, Brennerstraße).

 

    

 

 

Bernburg (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt)

 

Bernburg ist Kreisstadt des Salzlandkreises, welcher zentral in Sachsen-Anhalt gelegen ist. Der Salzlandkreis grenzt im Norden an die Landeshauptstadt Magdeburg und dehnt sich im Süden bis etwa 25 km vor Halle aus.

Die Stadt Bernburg war ab dem 17. Jahrhundert Residenzstadt des Fürsten- bzw. Herzogtums Anhalt-Bernburg. Bekannt ist Bernburg u.a. durch das Schloß sowie die Zement,- Soda-, Kali- und Arzneimittelherstellung.

Bernburg hat seit 1846 Eisenbahnanschluss. Es liegt an der Strecke Dessau – Köthen – Bernburg – Güsten – Aschersleben. Weiterhin besteht in nördlicher Richtung eine Verbindung nach Calbe (Saale); in südlicher Richtung zweigt in Baalberge die Strecke nach Könnern von der Bahn Richtung Köthen ab.

Der Bahnhof Bernburg befindet sich östlich des Stadtzentrums.

In Bernburg befindet sich der Busbahnhof nicht direkt am Bahnhof, sondern etwa 500 Meter weiter westlich am Karlsplatz. Er liegt somit näher am Stadtzentrum. Nahezu alle Fahrten, welche den Busbahnhof bedienen, halten auch am Bahnhof bzw. umgekehrt. Auf dem Bahnhofsvorplatz befinden sich mehrere Haltestellen für den regionalen und innerstädtischen ÖPNV.

Der regionale und innerstädtische ÖPNV in und um Bernburg wird ausschließlich durch die KVG Salzland und deren Tochterunternehmen, die PNVG Salzland, betrieben. Ab Bernburg führen Buslinien u.a. nach Staßfurt, Güsten und Könnern.

 

          

 

    

 

 

Bünde (Landkreis Herford, Nordrhein-Westfalen)

 

Bünde liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Wegen der einst bestimmenden Zigarrenherstellung (Steinmeister & Wellensiek) wird Bünde auch als Zigarrenstadt bezeichnet.

Im Stadtgebiet gibt es zwei Busbahnhöfe: den ZOB am Bahnhof und die zentrale Stadtbushaltestelle am Museumsplatz. Der ZOB wird von allen Regionallinien, welche Bünde mit dem Umland verbinden, bedient. Außerdem halten dort zwei der vier Bünder Stadtbuslinien.

An der Stadtbushaltestelle Museumsplatz treffen sich alle vier Bünder Stadtbuslinien. Dort befindet sich auch ein Informationsbüro. Außerdem wird der Museumsplatz noch von einigen Regionalbuslinien bedient.

Bahnhof und Museumsplatz sind fußläufig etwa einen Kilometer bzw. drei Haltestellen mit dem Stadtbus voneinander entfernt.

Der Buslinienverkehr in und um Bünde wird von verschiedenen Gesellschaften erbracht: Omnibus-Verkehrs-Gesellschaft Bollmeyer, Bünder Express, Busverkehr Ostwestfalen, Stoffregen-Omnibusbetrieb und Stadtverkehrsgesellschaft Bünde.

Der Bünder Bahnhof liegt an der Strecke Löhne – Bünde – Osnabrück – Rheine. In Bünde beginnt außerdem eine Stichstrecke nach Rahden.

 

          

 

Bildquelle Stadtbushaltestelle Museumsplatz: Wikipedia am 01.04.2017

 

 

Burg (Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt)

 

Burg ist Kreisstadt des Landkreises Jerichower Land und liegt etwa 25 km nordöstlich Magdeburgs am Mittellandkanal. Bekannt ist Burg u.a. durch die Knäcke-Werke (erste deutsche Knäckebrotfabrik seit 1931) und durch die ehem. Schuhfabrik (früher Conrad Tack, später Roter Stern). Wegen mehrerer Kirchen und Wehrtürme wird Burg auch als Stadt der Türme bezeichnet. 2018 richtet Burg die Landesgartenschau Sachsen-Anhalts aus.

Der Burger Busbahnhof befand sich bis Ende der 1990er Jahre direkt vor dem Empfangsgebäude des Bahnhofs:

 

          

 

 

Danach wurde der Busbahnhof auf einer Fläche südlich des Empfangsgebäudes, welche allerdings auch direkt ans Bahngelände angrenzt, neu errichtet:

 

          

 

Seit etwa 2015 wird über eine abermalige Umgestaltung des Busbahnhofes nachgedacht. Zum einen ist die Anlage wegen fehlender Wartung und zunehmendem Vandalismus ohnehin erneuerungsbedürftig, zum anderen wird der Bahnhofsvorplatz einen Eingangsbereich zur Landesgartenschau bilden. Allerdings bestehen unterschiedliche Auffassungen zur Konzeption der neuen Anlage, so dass eine tatsächlich Umgestaltung zunehmend fraglich ist.

Der Burger Busbahnhof wird ausschließlich von den Linien der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land bedient, welche sowohl den Regionalverkehr im gleichnamigen Landkreis, als auch den Stadtverkehr in Burg betreibt. Inklusive der Stadtlinie bedienen 10 Buslinien den Busbahnhof, welche allesamt auch am Wochenende – dann allerdings überwiegend als Rufbus – verkehren.

Der Bahnhof Burg liegt an der Strecke Berlin – Magdeburg, welche ab 1846 in Betrieb genommen wurde. Burg wurde in der Geschichte von keiner weiteren, normalspurigen Eisenbahnstrecke bedient, war jedoch von 1896 – 1965 westlicher Netzendpunkt der Kleinbahnen des Kreises Jerichow I, welche u.a. Strecken nach Ziesar und Lübars betrieb.

 

 

Bildquelle Bahnhof Burg: Wikipedia am 08.03.2017

 

 

Dömitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Dömitz ist eine Kleinstadt im Südwesten Mecklenburgs. Sie ist u.a. durch die Festung Dömitz bekannt.

 

Die Stadt wurde seit 1873 durch die Eisenbahnstrecke Wittenberge – Dömitz – Dannenberg – Lüneburg – Buchholz erschlossen. Seit 1889 gab es zudem die Strecke Ludwigslust – Dömitz. Die Elbbrücke in Dömitz wurde zum Ende des zweiten Weltkrieges im April 1945 durch einen US-amerikanischen Fliegerangriff zerstört. Die Eisenbahnstrecke nach Wittenberge wurde 1947 als Reparationsleistung für die Sowjetunion demontiert.  Im Mai 2001 wurde der Personenverkehr auf der Strecke nach Ludwigslust eingestellt, so dass Dömitz seitdem keinen Eisenbahnanschluss mehr hat.

Als Ersatz wurde die Buslinie 58 eingerichtet, welche - wie nahezu alle anderen Buslinien im Dömitzer Umland - durch die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim betrieben wird. Einzige Ausnahme ist die Linie 1987 Danneberg-Dömitz, welche allerdings ausschließlich als Rufbus verkehrt und durch die Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn GmbH betrieben wird.

Nahezu alle Buslinien bedienen in Dömitz die Haltestelle Dömitz, ZOB. Der Dömitzer ZOB dürfte bezüglich der Infrastruktur einer der kleinsten Busbahnhöfe in Deutschland sein, denn er besteht nur aus einer Haltestelle. Diese befindet sich nordöstlich einer Brücke, auf welcher die B 195 die Dove Elde überquert, am Rande eines Parkplatzes. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich eine Wartehalle. Alle Busse, die den Dömitzer ZOB bedienen, wenden im Bereich des Parkplatzes und fahren zurück zur B 185.

Mit Ausnahme der Linien 58 und 1987 verkehren alle Buslinien nur montags-freitags, größtenteils nur an Schultagen. Gut 50 Abfahrten gibt es an Schultagen vom ZOB Dömitz, zuzüglich maximal 8 Rufbusfahrten der Linie 1987.

 

    

 

 

Egeln (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt)

 

Die Kleinstadt Egeln liegt in der Magdeburger Börde im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt). Egeln war im Landkreis Staßfurt, welcher bis 1994 bestand, zweites Zentrum neben der Kreisstadt. Sehenswürdigkeit von Egeln ist u.a. die Wasserburg.

Egeln wurde ab 1881 durch die Nebenbahn Staßfurt – Blumenberg (bei Wanzleben) erschlossen. 1999 wurde der Personenverkehr nach Blumenberg, 2002 nach Staßfurt eingestellt. Derzeit bietet der Verein Nebenbahn Staßfurt-Egeln e.V. gelegentliche Sonderfahrten ab Egeln an.

Egeln war schon in den 1970er Jahren Knotenpunkt eines umfangreichen regionalen Busnetzes. Aus Egeln und den nördlich gelegenen Regionen arbeiteten eine Vielzahl von Einwohnern in den Magdeburger Großbetrieben, so dass Egeln bis Anfang der 1990er Jahre durch allein sieben verschiedene Buslinien mit Magdeburg verbunden war. Der damalige Egelner KOM-Bahnhof und heutige ZOB befand bzw. befindet sich jedoch nicht am Bahnhof,  sondern etwa einen Kilometer weiter nordöstlich am südlichen Ende des Stadtzentrums. An das Gelände des ZOB grenzt u.a. ein Lebensmittelmarkt. Der ZOB selbst befindet sich in einem denkbar schlechtem Zustand. Von den ehemals 6 Bussteigen sind nur noch drei in Betrieb.

Heute wird Egeln ausschließlich durch die Linien der PNVG Salzland und der KVG Salzland bedient. Es gibt zwei Buslinien nach Staßfurt, noch eine nach Magdeburg, einen Rundverkehr um Egeln und eine Linie nach Aschersleben.

Die dem Bahnhof nächstgelegene Haltestelle ist Egeln, Am Wasserturm. Diese befindet sich auf der Ascherslebener Straße, südlich des Bahnüberganges am Bahnhof und damit direkt vor dem Gelände des ehem. VEB Kraftverkehr Staßfurt, Betriebsteil Egeln. Das Objekt wurde Anfang der 1990er Jahre durch die Fa. Klesener, Salzland, Egeln übernommen und ging – nach dem Rückzug von Klesener – an das Veolia-Unternehmen Salzland-Bus. Seit dem Rückzug von Salzland-Bus wird das Objekt nicht mehr für den ÖPNV genutzt.

 

    

 

 

Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Friedland ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt liegt etwa 25 km nordöstlich von Neubrandenburg, auf halbem Wege nach Anklam. Friedland war einst bedeutender Knotenpunkt im Netz der Mecklenburg-Vorpommerschen Schmalspurbahnen (MPSB). Der letzte Zug der MPSB fuhr allerdings schon 1969.

Das Gelände des Betriebshofes der Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) grenzt unmittelbar nördlich an den ehemaligen Schmalspurbahnhof.

Auch mit der regelspurigen Eisenbahn ist Friedland nicht mehr zu erreichen – der Personenverkehr endete 1994.

Friedland ist Knotenpunkt im Liniennetz der MVVG. Der ZOB Friedland befindet sich in der Jahnstraße, nördlich des Stadtzentrums. Hier lässt der Name allerdings eventuell ein wenig mehr erwarten, als der Fahrgast tatsächlich vorfindet. Es handelt sich lediglich um sieben Haltestellen, die auf der gesamten Länge der Jahnstraße verteilt sind. Zudem beginnen und enden ein Großteil der Fahrten, welche den ZOB bedienen, nicht dort, sondern an der Haltestelle Bresewitzer Straße. Dort befindet sich der Betriebshof der MVVG. Die Linie 225 der Anklamer Verkehrsgesellschaft bedient den ZOB gar nicht, sie hält am Markt.

Von den sieben Buslinien, die Friedland bedienen, hebt sich die Linie 500 Neubrandenburg – Warlin – Friedland heraus. Sie weist ein recht dichtes Angebot auf und verkehrt auch am Wochenende. Teilweise bestehen am Markt Anschlüsse zur Linie 225 nach Anklam.

 

          

 

 

 

Genthin (Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt)

 

Genthin liegt im Nordosten Sachsen-Anhalts, nahe der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Stadt ist u.a. durch das Waschmittelwerk bekannt.

 

Genthin gehört zu den Orten, welche über zwei Busbahnhöfe verfügen. Neben dem Busbahnhof am Bahnhof, welcher südlich des Stadtzentrums liegt, befindet sich nördlich vom Stadtzentrum die Zentrale Haltestelle (ZH) an der Geschwister-Scholl-Straße (B 1). Die ZH verfügt über fünf Bussteige und ist u.a. deshalb von besonderer Bedeutung, weil sich in unmittelbarer Nähe das Bismarck-Gymnasium, ein Lebensmittelmarkt und eine Grundschule befinden. Die Straße im Bereich der ZH wurde im Jahr 2016 grundhaft saniert. Die langgestreckte Wartehalle auf der Nordseite der ZH, welche bis Anfang der 1990er Jahre noch über einen Servicepunkt verfügte, befindet sich hingegen in einem schlechtem Zustand.

Die ZH und der Bahnhof werden von allen Genthiner Regional- sowie der Genthiner Stadtlinie bedient. Der Buslinienverkehr im Jerichower Land wird durch die Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land (NJL) betrieben. Genthin ist über die Linie 742, welche zu den sog. landesbedeutsamen Buslinien gehört und ein herausgestelltes Angebot aufweist, mit Jerichow und Tangermünde verbunden. Weiterhin gibt es Buslinien u.a. nach Ziesar und Burg.

 

 

    

 

Auf dem Busbahnhof am Genthiner Bahnhof werden ebenfalls fünf Bussteige genutzt. Er wird, wie die ZH, von 8 regionalen Buslinien und der Stadtlinie bedient.

 

    

 

Der Bahnhof befindet sich an der Bahnstrecke Berlin – Potsdam – Magdeburg, welche seit 1846 betrieben wird. Genthin war Ausgangspunkt zweier Kleinbahnen, welche 1899 eröffnet wurden. Eine Strecke führte über Brettin nach Milow und wurde bereits 1967 eingestellt. Die zweite Strecke führte nach Schönhausen über Jerichow. Auf dieser Strecke endete der Personenverkehr 1999.

Heute ist Genthin über die Linie RE 1 im Stundentakt mit Magdeburg und Berlin verbunden.

 

 

 

Haldensleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt)

 

Haldensleben liegt etwa 25 km nordwestlich von Magdeburg und ist Kreisstadt des Landkreises Börde. Die Stadt ist u.a. durch den Roland bekannt, der die einzige reitende Rolandfigur in Europa darstellt.

Haldensleben liegt an der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Oebisfelde, welche in Oebisfelde auf die Strecke Berlin-Wolfsburg trifft. Weiterhin war Haldensleben einst bedeutender Nebenbahnknoten. Es gab Strecken nach Eilsleben (Personenverkehr bis 1999), Weferlingen (...bis 1999), Bebertal (...bis 1970) und Gardelegen (...bis 1951).

Die Kreisstadt war und ist Knotenpunkt im Buslinienverkehr. Bereits seit 1926 gibt es eine Buslinie nach Wolmirstedt. Heute wird Haldensleben von 12 regionalen Buslinien und drei Stadtlinien bedient, darunter drei sog. landesbedeutsame Buslinien:

 

·         100 Magdeburg – Haldensleben – Gardelegen – Kalbe/M. – Salzwedel (PVGS),

·         600 Haldensleben – Oschersleben (BördeBus VG),

·         601 Haldensleben – Wolmirstedt (BördeBus VG).

 

Alle Buslinien in und um Haldensleben bedienen den zentralen Omnibusbahnhof, der sich direkt am Haldensleber Bahnhof befindet. In den Jahren 2010/11 wurde der ZOB an vorhandenem Platz komplett umgebaut. So wurde u.a. in ca. 5 Meter Höhe eine umlaufende Überdachung errichtet. Der Serviceschalter, welcher sich bis 2010 direkt am ZOB befand, wurde durch eine gemeinsame Einrichtung mit der Eisenbahn im unmittelbar angrenzenden Bahnhof ersetzt.

Mit Ausnahme der Linie 100 werden alle Buslinien von der BördeBus VG, Vahldorf, betrieben.

 

    

 

 

Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Die Kleinstadt Jarmen liegt im Osten Mecklenburg-Vorpommerns an der Peene.

Jarmen wurde bis zum Ende des zweiten Weltkrieges von drei verschiedenen Schmalspurbahnnetzen berührt. Alle Schmalspurbahnen wurden nach 1945 als Reparationsleistung für die Sowjetunion demontiert. Teile eines der Netze (Mecklenburg-Vorpommersche Schmalspurbahnen) wurden zwar in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, Jarmen erhielt jedoch keinen Eisenbahnanschluss mehr.

Jarmen gehörte bis zur Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern zum Landkreis Demmin. Während der größte Teil des Landkreises Demmin mit den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz, Müritzkreis und der Stadt Neubrandenburg zum neuen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vereinigt wurde, fielen die Ämter Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz an den neuen Landkreis Vorpommern-Greifwald. Die Stadt Jarmen hat jedoch historisch gewachsene Verkehrsbeziehungen in Richtung Demmin. So stellt Jarmen einen Knotenpunkt im regionalen ÖPNV der Region dar. Jarmen gehört jetzt zum Verkehrsgebiet der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) mit Sitz in Torgelow, sie wird aber von den Buslinien drei weiterer Verkehrsgesellschaften bedient. Alle Linien treffen sich auf dem ZOB Jarmen, welcher in der Demminer Straße unmittelbar an den Betriebshof der VVG angrenzt. Der ZOB Jarmen wird u.a. von folgenden Buslinien bedient:

 

·         207 Anklam – Jarmen (Anklamer Verkehrsgesellschaft - AVG),

·         300 Greifswald – Jarmen (VVG) und Jarmen – Altentreptow – Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft - MVVG),

·         302 Jarmen – Demmin (VVG),

·         512 Jarmen – Greifswald (AVG).

 

    

 

 

Kalbe (Milde) (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt)

 

Die altmärkische Kleinstadt Kalbe (Milde) war von 1952 bis 1987 Kreisstadt, verlor diesen Status aber noch in der DDR. Der Kreis Kalbe wurde auf die Kreise Gardelegen, Salzwedel und Stendal aufgeteilt, wobei der größere Teil der Gemeinden, inkl. der Stadt Kalbe, zum Kreis Gardelegen kamen. Seit der Kreisgebietsreform 1994 gehört die Stadt Kalbe (Milde) zum Altmarkkreis Salzwedel.

Kalbe war einst bedeutender Knotenpunkt in einem engmaschigen Eisenbahnnetz. Die Stadt war Ausgangspunkt folgender Kleinbahnen:

 

·         nach Salzwedel über Badel – Mahlsdorf,

·         nach Beetzendorf über Badel – Apenburg,

·         nach Klötze über Kakerbeck,

·         nach Gardelegen über Estedt und

·         nach Hohenwulsch.

 

Die Strecke nach Gardelegen wurde bereits 1967 eingestellt, die Verbindung nach Hohenwulsch folgte als Letzte 2003. Seitdem ist Kalbe (Milde) ohne Eisenbahnanschluss. Auf dem Vorplatz des imposanten Bahnhofsgebäudes, welches allerdings zunehmend zur Ruine verkommt, befindet sich der ZOB. Der Buslinienverkehr im Altmarkkreis Salzwedel wurde schon vor etlichem Jahren klar strukturiert. Neben einem Grundgerüst aus Hauptlinien und einer Vielzahl von Schülerlinien ist der gesamte Landkreis in Rufbusflächen unterteilt, in welchen die Feinerschließung mit Kleinbussen erfolgt. Kalbe wird durch die Hauptlinien 100 (Salzwedel – Kalbe – Gardelegen – Haldensleben – Magdeburg) und 500 (Salzwedel – Fleetmark – Brunau – Kalbe) bedient. Der ZOB ist Umsteigeknoten zu den Rufbusflächen J und L. Betreiber des ÖPNV im Landkreis ist die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS). Zusätzlich wird Kalbe durch die Buslinie 960 (Osterburg - Flessau - Bismark – Kalbe) der Regionalverkehr Westsachsen GmbH (stendalbus) bedient.

 

 

 

Klötze (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt)

 

Klötze war bis 1994 Kreisstadt. Bei der ersten Kreisgebietsreform Sachsen-Anhalts ging der Kreis Klötze im Altmarkkreis Salzwedel auf, kleine Teile (Oebisfelde) kamen auch zum Ohrekreis.

Klötze wurde, wie auch Kalbe (Milde), durch mehrere Eisenbahnstrecken erschlossen. Während die Staatsbahnstrecke Salzwedel – Beetzendorf – Klötze – Oebisfelde bereits 1889 eröffnet wurde, kam die Nebenbahn nach Kalbe (Milde) 1901 (ursprünglich als Schmalspurbahn, 1926 umgespurt) hinzu. Auf Letzterer wurde der Personenverkehr bereits 1970 eingestellt, die Verbindung Salzwedel – Oebisfelde folgte im Jahr 2002. Seitdem gibt es regelmäßig Ankündigungen, den verbliebenden Abschnitt Salzwedel – Klötze wieder zu betreiben, was jedoch eher unwahrscheinlich ist.

Schon zu Zeiten, zu denen die Eisenbahn noch durch Klötze fuhr, befand sich der Busbahnhof nicht am Bahnhof, sondern etwa einen Kilometer weiter östlich. Er liegt somit nahezu zentral im Stadtzentrum. Der Klötzer ZOB wurde 2015 saniert und 2016 durch ein öffentliches WC ergänzt. Er wird ausschließlich durch die Buslinien der PVGS, Salzwedel, bedient, darunter die Hauptlinien 300 (Salzwedel – Beetzendorf – Klötze – Oebisfelde) und 400 (Gardelegen – Klötze – Beetzendorf). Klötze ist Umsteigepunkt für vier Rufbusflächen (Näheres zum ÖPNV im Altmarkkreis Salzwedel siehe unter Kalbe).

 

    

 

 

Magdeburg (Landeshauptstadt Sachsen-Anhalt)

 

Magdeburg wird bereits seit 1839 von der Eisenbahn erschlossen. Am Platz des heutigen Hauptbahnhofes, auf welchem sich früher eine Festung befand, hielten erstmals 1873 Züge. Heute ist Magdeburg Knotenpunkt verschiedener Eisenbahnstrecken. Züge des Fernverkehrs erreichen den Hauptbahnhof aus Richtung Halle-Leipzig und Braunschweig-Hannover.

Bis 2003 befand sich der KOM-Bahnhof der ehemaligen Bezirksstadt auf einer Freifläche südlich der Hasselbachstraße, also etwa 250 Meter südöstlich des Bahnhofhauptportals:

 

 

Nach umfangreichen Umbauten wurde der Bahnsteigtunnel des Hauptbahnhofes 2003 in westliche Richtung verlängert und damit ein dritter Ausgang geschaffen (ein zweiter Ausgang befand sich schon immer am, zwischen dem östlichen und westlichen Bahnhofsteil gelegenen, Kölner Platz). Unmittelbar an diesem neuen Ausgang wurde 2003 der neue Magdeburger ZOB eröffnet. Dieser verfügt über sieben überdachte Abfahrtsbussteige, zwei Ankunftshaltestellen und ein Empfangsgebäude mit Wartebereich, Toiletten, Auskunft und Fahrscheinverkauf. Das verkehrswirtschaftliche Konzept des neuen ZOB wurde vom Webmaster dieser Seiten erstellt.

Der ZOB wird von fünf regionalen Verkehrsgesellschaften bedient. Er ist Ausgangspunkt mehrerer sog. Landeslinien, welche ein qualitativ hochwertiges Angebot aufweisen:

 

·         100 Magdeburg – Haldensleben – Gardelegen – Salzwedel (PVGS, Salzwedel),

·         602 Magdeburg – Wanzleben – Seehausen – Eilsleben (BördeBus VG, Vahldorf),

·         603 Magdeburg – Wanzleben – Oschersleben (BördeBus VG, Vahldorf) und

·         720 Magdeburg – Möckern – Loburg (NJL, Burg).

 

Neben den o.g. Gesellschaften wird der ZOB noch durch die KVG Salzland und die PNVG Salzland, beide Bernburg, bedient. Im innerstädtischen Nahverkehr wird der ZOB nur durch die Buslinie 59 der Magdeburger Verkehrsbetriebe zum Stadtpark bedient. Diese verkehrt aber nur sporadisch und im Winterhalbjahr zudem ausschließlich als Rufbus. Die Straßenbahnhaltestelle Damaschkeplatz, welche von mehreren Straßenbahnlinien bedient wird, ist jedoch nur etwa 100 Meter entfernt.

Seit 2013 wird im Bereich zwischen Damaschkeplatz und Ernst-Reuter-Allee/Otto-von-Guericke-Straße ein Tunnel gebaut, welcher den Verkehr im Bereich der Eisenbahnbrücken des Hauptbahnhofes flüssiger gestalten soll. Das Baufeld grenzt auch unmittelbar an den ZOB, wodurch zumindest seine fußläufige Erreichbarkeit eingeschränkt ist.

 

          

 

 

Minden (Landkreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen)

 

Minden liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens und ist Kreisstadt des Landkreises Minden-Lübbecke. Die Stadt ist u.a. durch das Wasserstraßenkreuz bekannt, in welchem der Mittellandkanal in einer Trogbrücke über die Weser geführt wird.

Minden gehört zu den Orten, in welchen sich der Busbahnhof nicht am Bahnhof befindet. Der ZOB ist vom Bahnhof fußläufig gut 1,5 km entfernt. Er liegt, wie der Großteil der Stadt mit dem Stadtzentrum, am westlichen Weserufer, während der Bahnhof auf der Ostseite liegt. Der ZOB Minden wurde im Jahr 2011 grundlegend renoviert. Er verfügt jetzt über 12 Bussteige und ein Servicegebäude. Der ZOB wird von etwa 40 Linien des regionalen und innerstädtischen Busverkehrs bedient, welche von der MKB-MühlenkreisBus (Tochter der Mindener Kreisbahn) und der BVO Busverkehr Ostwestfalen (DB-Gruppe) bedient werden. Zusätzlich bedient noch eine Linie der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (Tochter von Transdev und RegioBus Hannover) den ZOB.

Die innerstädtischen Buslinien treffen sich zum großen Teil am ZOB in einem Rendevouz-System. Der ZOB weist eine recht intensive Frequentierung auf, an einem Schultag fahren etwa 430 Busse vom ZOB ab. Es gibt allerdings weder im innerstädtischen, noch im regionalen ÖPNV Angebote am späten Abend bzw. nachts.

Der Bahnhof Minden wird von 6 Buslinien bedient, welche auch die Verbindung zum ZOB herstellen. Minden liegt seit 1847 an der Eisenbahnstrecke von Hannover über Bielefeld ins Ruhrgebiet, von welcher in Minden die Strecke in nördlicher Richtung nach Nienburg (Weser) – Verden abzweigt. Darüber hinaus war Minden von 1898 bis 1974 durch mehreren Nebenbahnen (Mindener Kreisbahn) mit dem Umland verbunden. 

 

          

 

Quelle der Haltestellenübersicht: Internetseite OWLV am 11.03.2017

 

 

Potsdam (Landeshauptstadt Brandenburg)

 

Die ehemalige Bezirksstadt Potsdam ist seit 1990 Landeshauptstadt von Brandenburg.

Die Erschließung Potsdams durch Eisenbahn und Bus ist eng mit der jüngeren deutschen Geschichte verbunden. Ursprünglich lag Potsdam an der direkten Eisenbahnstrecke Berlin – Potsdam – Brandenburg/Havel – Magdeburg, welche bereits 1846 eröffnet wurde. Der Bahnhof Potsdam befand sich etwa im Bereich des jetzigen Hauptbahnhofes. Ab Mitte der 1950er Jahre versuchte die DDR jedoch, den durchgehenden Reiseverkehr von Potsdam nach Berlin (Ost) nicht mehr durch Westberlin zu führen, sondern auf dem neu entstehenden Berliner Außenring um Westberlin herumzuleiten. Am Außenring entstand in der Pirschheide der Bahnhof Potsdam Süd, welcher 1958 eröffnet wurde. 1960 wurde der Bahnhof Potsdam in Potsdam Stadt umbenannt, der Bahnhof Potsdam Süd hieß seitdem Potsdam Hauptbahnhof. Ab 13. August 1961 war der durchgehende Personenverkehr, inkl. der S-Bahn, von Potsdam in Richtung Westberlin unterbrochen. Somit verlor auch der Bahnhof Potsdam Stadt zunehmend an Bedeutung.

Der neue Potsdamer Hauptbahnhof wurde zwar durch eine eigens verlängerte Straßenbahnstrecke erschlossen – er lag weit südwestlich des Stadtzentrums - einen nennenswerten Umsteigepunkt zum regionalen ÖPNV gab es dort allerdings nie. Statt dessen wurde 1972 im unmittelbaren Stadtzentrum auf dem Bassinplatz ein großer, zentraler Busbahnhof angelegt, welcher zwar durch den innerstädtischen ÖPNV gut erschlossen wurde (der Platz der Einheit lag nur wenige Schritte entfernt), allerdings keinen Übergang zur Eisenbahn hatte. Die (fußläufige) Entfernung zum Bahnhof Potsdam Hbf. betrug 5 km, zum Bahnhof Potsdam Stadt knapp 2. 

Der Busbahnhof auf dem Bassinplatz hatte 11 Bussteige und wurde Ende der 1980er Jahre von 27 regionalen und drei innerstädtischen Buslinien bedient.

Ab 1990 kehrte der Eisenbahnverkehr in Potsdam schrittweise wieder zum Stand vor 1961 zurück. Am Platz der Bahnhofs Potsdam Stadt wurde ein neuer Hauptbahnhof gebaut, welcher 1999 auch wieder diesen Namen erhielt. Am südlichen Ausgang des Hauptbahnhofes entstand ein neuer Busbahnhof, welcher auch durch eine ebenfalls neue Straßenbahnverbindung erschlossen wurde. Der ehemalige Hauptbahnhof wurde bereits 1993 in Potsdam-Pirschheide umbenannt und ist nur noch von untergeordneter Bedeutung. Der Busbahnhof auf dem Bassinplatz wurde 2001 zurückgebaut.

Der neue Potsdamer Busbahnhof wird heute von einer Vielzahl regionaler und innerstädtischer Buslinien als Endpunkt genutzt. Bezüglich seiner Bedienfrequenz gehört er zu den meist bedienten Busbahnhöfen Ostdeutschlands. So waren es z.B. an einem Schultag im November 2007 über 700 Abfahrten. Die Zahl hat sich in der Folgezeit nicht wesentlich verändert.

Der Busbahnhof wird im Wesentlichen von den Regionalbussen der Havelbus Verkehrsgesellschaft und der regiobus Potsdam-Mittelmark, sowie von den innerstädtischen Bussen des Verkehrsbetriebes Potsdam bedient. Direkt am Busbahnhof befindet sich ein Servicepoint, in welchen Auskünfte eingeholt und Fahrkarten gekauft werden können.

 

 

 

Reuterstadt Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Die Kleinstadt Stavenhagen liegt etwa 30 km nordwestlich von Neubrandenburg. Den Beinamen Reuterstadt verdankt sie dem 1810 in ihren Mauern geborenen Dichter und Schriftsteller Fritz Reuter.

Stavenhagen wird von einer Vielzahl regionaler Buslinien bedient, welche seit dem 01.01.2017 alle von der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft aus Demmin betrieben werden. Besonders zu erwähnen wäre die Linie 400 Neubrandenburg – Stavenhagen – Malchin – Teterow. Während die Anbindung nach Teterow (Landkreis Rostock) nur noch sporadisch erfolgt, besteht bis Neubrandenburg und Malchin ein recht dichtes Angebot. Der ZOB in Stavenhagen befindet sich unmittelbar nördlich des Stadtzentrums auf dem Reuterplatz.

Stavenhagen liegt an der Eisenbahnstrecke Szczecin – Pasewalk - Neubrandenburg – Bad Kleinen – Lübeck. Zu beiden Endpunkten bestehen durchgehende Zugverbindungen. Der Bahnhof liegt allerdings am nördlichen Ortsrand und ist vom ZOB etwa einen Kilometer entfernt. Er wird nur von wenigen Linien des regionalen Busverkehrs bedient.

 

          

 

Bildquelle Bahnhof Stavenhagen: Wikipedia am 19.02.2017

 

 

Schleiz (Saale-Orla-Kreis, Thüringen)

 

Die Kreisstadt Schleiz ist u.a. durch das Schleizer Dreieck – eine Motorradrennstrecke – bekannt.

 

Bahnanschluss erhielt Schleiz 1897, als die Strecke vom vogtländischen Schönberg nach Schleiz eröffnet wurde. 1930 wurde, im Zusammenhang mit dem Bau der Bleilochtalsperre, eine elektrisch betriebene Kleinbahn von Schleiz nach Saalburg eröffnet. Die Strecke nach Saalburg wurde 1996 eingestellt, nachdem der elektrische Zugbetrieb bereits 1969 endete. Allerdings blieb das Teilstück vom Bahnhof Schleiz nach Schleiz West erhalten und wurde fortan von den Zügen aus Richtung Schönberg bedient. Der regelmäßige Personenverkehr Schönberg-Schleiz West wurde 2006 eingestellt. Seitdem werden auf der Strecke durch den Förderverein Wisentatalbahn ein Gelegenheitsverkehr betrieben, der z.B. für 2017 33 Fahrtage (meist am Wochenende) vorsieht.

Unmittelbar am Haltepunkt Schleiz West befindet sich der Busbahnhof von Schleiz. Er wurde Anfang der 1990er Jahre erbaut und befindet sich – was recht ungewöhnlich ist – auf einem Gelände, welches dem Verkehrsunternehmen gehört oder zumindest von diesem gepachtet wurde. Der Schleizer Busbahnhof wird ausschließlich von Linien der KomBus, Bad Lobenstein, bedient. Es gibt u.a. Linien nach Jena, Gera und Plauen.

Am Schleizer Busbahnhof befindet sich auch ein Service-Center der KomBus, in welchem man u.a. Auskünfte erhält und Fahrscheine kaufen kann.

 

 

Schwerin (Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommern)

 

Schwerin ist seit 1990 Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt ist durch über 30 regionale Buslinien mit dem Umland verbunden, darunter die Linien 140 nach Gadebusch und 235 nach Wismar, die zum Taktliniennetz der NAHBUS GmbH gehören. Seit der Strukturreform im regionalen Nahverkehr im Jahr 2016 wird Schwerin nur noch von den Linien zweier Unternehmen bedient: der NAHBUS GmbH, Grevesmühlen (Liniennetz nördlich Schwerins) und der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim südlich Schwerins. Der Busbahnhof Schwerin liegt direkt am Schweriner Hauptbahnhof. Schwerin wird durch die Eisenbahnstrecke Rostock – Schwerin – Ludwigslust – Wittenberge – Berlin/Magdeburg erschlossen, weiterhin starten in Schwerin Eisenbahnstrecken nach Rehna im Nordwesten und Parchim im Südosten Schwerins. 

Im innerstädtischen Nahverkehr wird der Hauptbahnhof von mehreren Straßenbahn- und Buslinien bedient. Einige Buslinien beginnen auch direkt auf dem Busbahnhof.

 

    

 

Quelle der Haltestellenübersicht: Internetseite der Nahverkehr Schwerin GmbH am 19.02.2017

 

 

Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

 

Wismar ist seit der Kreisgebietsreform 2011 die Kreisstadt des Landkreises Nordwestmecklenburg. Zuvor war Wismar kreisfreie Stadt.

Sie liegt an der Eisenbahnstrecke Rostock – Bad Doberan – Wismar – Bad Kleinen – Schwerin und ist durch direkte Züge der Linie RE2 u.a. mit Berlin verbunden. Der ZOB Wismar ist fußläufig etwa 250 Meter vom Bahnhof entfernt.

Der ÖPNV in und um Wismar wird seit 01.01.2016 ausschließlich durch die NAHBUS GmbH, Grevesmühlen, realisiert. Im Regionalverkehr betreibt NAHBUS ein streng gegliedertes Liniennetz, welches Taktlinien und Regionallinien unterscheidet. Die Taktlinien stellen das qualitativ höherwertige Angebot dar und verkehren z.B. auch am Wochenende. Folgende Taktlinien erschließen Wismar:

 

·         130 Wismar – Bobitz – Gadebusch,

·         230 Wismar – Kirchdorf – Timmendorf Strand (Insel Poel),

·         235 Wismar – Bad Kleinen - Lübstorf – Schwerin,

·         240 Wismar – Boltenhagen – Weiße Wiek und

·         245 Wismar – Neukloster – Warin – Blankenberg.

 

Im innerstädtischen Nahverkehr betreibt NAHBUS in Wismar 6 Buslinien, welche allesamt den ZOB bedienen.

Am ZOB Wismar befindet sich ein Serviceschalter, an welchem u.a. Auskünfte eingeholt werden können.

 

    

 

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